Matrix
Montag, 30. August 2010Bei der Matrix-Trilogie scheiden sich ja die Geister. Die einen sagen, Matrix sei ein philosophisches Meisterwerk und die anderen sind der Meinung, das Ganze sei pseudophilosophischer Schwachsinn. Zugegeben, ich bin auch eher der zweiten Meinung. Die ganzen Botschaften führen irgendwie nur ins Niemandsland und sind einfach nur da, um mysteriös und tiefgründig zu wirken. Aber wieso guckt man sich den Film an? Sicher nicht, weil er philosophisch hochwertig ist. Ich persönlich mag alle drei Filme, aber nicht wegen des philosophischen Gehalts, der sowieso nicht vorhanden ist. Ich mag einfach die Action und den Look der Serie. Alles sieht irgendwie so glatt aus und John Woo hat mit der Slow-Motion-Szene, in der Neo den Kugeln der Agenten ausweicht, einen zeitlosen Moment des Popcorn-Kinos geschaffen.
Schlussszene
Aber selbstverständlich findet sich bei einem solchen Film auch ein riesiger Haufen Filmfehler. Oft haben diese Fehler mit Reflexionen zu tun. Der allerberühmteste dieser Fehler, der auch schon lange im Internet die Runde gemacht hat, ist die Schlussszene. In dieser telefoniert Neo mit den Agenten, nachdem er Agent Smith scheinbar besiegt hat. Als er damit fertig ist, verlässt er die Telefonzelle und bewegt sich auf die Kamera zu. In der verspiegelten Sonnenbrille sollte man nun eigentlich die vorbeilaufenden Passanten sehen. Aber was taucht stattdessen in der Reflexion auf? Genau, der Kameramann. Das ist nicht der einzige Fehler dieser Art. Am Anfang, als Neo noch in der Matrix steckt und eine potentielle Gefahr für diese darstellt, wird er von Agent Smith vernommen. Jeder wird sich an die ekelerregende Szene erinnern, in der Neos Mund versiegelt wird. Als Reaktion darauf rückt Neo total verschreckt in eine Ecke des Raumes. Dann zeigt die Kamera wieder Agent Smith, wie er ihm etwas erzählt. Und natürlich mussten sie ihm in dieser Szene wieder eine Sonnenbrille aufsetzen, obwohl sich beide in einem geschlossenen Raum befinden. Und natürlich sieht man in dieser Sonnenbrille Neo seelenruhig Smith gegenüber sitzen. Anscheinend wurde diese Einstellung vor der Szene gedreht, in der Neo in die Ecke rückt.
Verschwundene Waffen
Die bei weitem coolste Szene des Films, natürlich die in der Neo den Kugeln ausweicht, muss natürlich auch noch einen Filmfehler enthalten. Diese Szene wurde mit einem Computer simuliert, wie viele andere Szenen im Film auch. Doch hier scheinen die Animatoren nicht so gut aufgepasst zu haben. Als Neo sich nach hinten biegt, um den Kugeln auszuweichen, verschwinden seine Waffen, die er kurz vorher losgelassen hat. Die Kugeln fliegen in Zeitlupe über ihn hinweg und als die Zeit wieder normal abläuft, fallen die Waffen neben Neo zu Boden. Man fragt sich, wie das sein kann. Die Erklärung liegt darin, das habe ich im Internet gelesen und nicht selbst rausgefunden, dass nur der Boden eine Textur erhalten hat. Die Waffen wurden dabei leider vergessen. Aus diesem Grund sind sie nicht zu sehen, obwohl sich strenggenommen eigentlich da sind.
Nächstes Mal geht es weiter mit Titanic!
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